Interview zu Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Bauwesen & TGA

19.04.2017

Robert van der Bloemen ist bei Oehmichen & Bürgers für den Bereich Bauwesen & TGA zuständig. In diesem Interview erklärt er, welche Arten der Zusammenarbeit mit seinen Kunden besonders gut funktionieren – und welche noch Potential haben.


Herr van der Bloemen, Sie sind bei Oehmichen & Bürgers für den Bereich Bauwesen & TGA zuständig. Können Sie uns darstellen, was Oehmichen & Bürgers in diesem Bereich anbietet?

Unsere Kunden bzw. Projektpartner stammen aus unterschiedlichen Bereichen. Von der Kommune über Ingenieurbüros, die sich rein mit planungstechnischen Aufgabenstellungen beschäftigen, bis hin zur ausführenden Firma. Wir unterstützen auch Generalunternehmen z.B. bei Teilprojekten. Gerade in der Planungsphase kann es durch unvorhersehbare Situationen zu kurzfristigen und gravierenden Personalengpässen kommen. Hier helfen wir unseren Kunden mit dem Know-how unserer Mitarbeiter. Durch den gezielten Einsatz einzelner Spezialisten oder durch ganze Planungsteams. Aber auch in der Ausführung sind wir unterstützend tätig. So stellen wir die Bau- bzw. auch Projektleitung. Kurzum: wir sind ein verlässlicher Partner, wenn es um die Planung, die Konstruktion durch unsere Bauzeichner oder Technischen Systemplaner im Bereich der TGA, oder die Bauüberwachung mit anschließendem Claimmanagement geht. Da die Wurzeln von Oehmichen & Bürgers auch im konstruktiven Bauwesen liegen, unterstützen wir nicht nur im klassischen Industrie- oder Gewerbebau, sondern auch im Tief- und Spezialtiefbau.

Welche Kooperationsform hat in diesem Bereich besondere Bedeutung?

Für den kurzfristigen Einsatz können wir nahezu immer auf erfahrene Ingenieure, Techniker oder Konstrukteure zurückgreifen. Da diese aber zumeist konstant in Projekten tätig sind, haben wir uns ein breites Netzwerk an Freelancern aufgebaut, die aufgrund ihrer Erfahrung kurzfristig in Projekten unterstützend arbeiten können. Diese Variante ist besonders flexibel, da diese „Feuerwehrmänner“ selbstständig Projekte oder Teile davon übernehmen und erfolgreich zum Abschluss bringen können. Bei einem kürzlich betreuten Projekt sollte beispielsweise von einem Unternehmen die komplette Lüftungszentrale eines Hotelneubaus geplant werden. Da jedoch die Vorplanungen – wiederum von einem anderen Büro gemacht – erhebliche Fehler aufwiesen, das Objekt jedoch aufgrund eines festen Eröffnungstermins zügig realisiert werden musste, konnten wir durch ein Team aus Konstrukteuren und Ingenieuren die Situation aufnehmen, verbessern und zur Umsetzung bringen. Bei einem anderen Projekt sollten die letzten größeren Baustellen auf ihre jeweilige Abrechnung hin überprüft werden. Eine Arbeit, die im Tagesgeschäft oft zu kurz kommt, jedoch enorm wichtig ist. Denn es kommt immer wieder vor, dass Nachunternehmen z.B. Gerätschaften abrechnen, die gar nicht vor Ort waren, und so unnötige Mehrkosten entstehen.

Welche Rolle spielt die Arbeitnehmerüberlassung in Ihrem Geschäftsbereich? Gibt es nicht ein Verbot der Überlassung ins Baugewerbe?

Die Arbeitnehmerüberlassung ist auch für das Baugewerbe sehr interessant, auch wenn diese Kooperationsform in der Branche recht unbekannt ist. Viele gehen fälschlicherweise von einem generellen Überlassungsverbot aus. Wir dürfen lediglich keine Arbeitskräfte für Arbeiten überlassen, die üblicherweise von Arbeitern verrichtet werden. Und dies bezieht sich auch wiederum nur auf Firmen, die überwiegend Bauleistungen auf dem Baumarkt erbringen. Die Überlassung eines Ingenieurs oder Technischen Systemplaners, die ja keine Arbeiter sind, ist also problemlos möglich. Auch dann, wenn der Kunde zum Bauhauptgewerbe zählt. Kunden wie Planungsbüros sind ohnehin auf der sicheren Seite.

Nutzen Sie auch das Instrument der Direktvermittlung?

Gerade in der heutigen Zeit sind erfahrene Mitarbeiter, aber auch potentielle Jungingenieure und -techniker sehr gefragt. Die Unternehmen haben erkannt, dass man über die Direktvermittlung tatsächlich Zeit und Kosten sparen kann. Durch uns erhält man eine geprüfte Auswahl an passgenauen Kandidaten, die man in einem persönlichen und unverbindlichen Gespräch kennen lernen kann. Die zeitlichen Aufwendungen und die Kosten für die Stellenschaltung entfallen so. Viele unserer Stammkunden vertrauen auf unsere Erfahrung. Unter anderem haben wir schon ganze Abteilungen mit aufgebaut.

Wie schätzen Sie die aktuelle Marktsituation in Ihrem Fachbereich ein?

Der aktuelle Bauboom hält weiterhin an. Die Unternehmen haben die Lage erkannt und investieren in Ihre Fachkräfte, um diese langfristig zu binden bzw. um neue Mitarbeiter für sich gewinnen zu können. Die Situation im Bereich der TGA ist seit Jahren auf einem sehr hohen Niveau. Das Bauhauptgewerbe erwartet, dass der Umsatz 2017 sein 20-Jahres-Hoch erreicht. Hierfür werden neue Mitarbeiter benötigt. Die Bauanfragen und Projekte sind da, die Herausforderung ist es, entsprechende Leute zu bekommen.

Robert van der Bloemen
Teamleiter Bauwesen & TGA

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